Kickstarter – Eine Möglichkeit der Finanzierung

Auf Kickstarter bin ich aufmerksam geworden, als Cyan einen neuen Teil der Myst-Reihe angekündigt hat. Cyan hat über diese Plattform zur Unterstützung ihres Projekts aufgerufen. Da die Finanzierung über Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) hier in Europa noch nicht so populär ist, in USA aber eine beliebte Praxis, habe ich mir Kickstarter mal näher angesehen.

kickstarter

Wer kann hier sein Projekt vorstellen?

Jeder, der eine Finanzierung für sein Projekt sucht, kann sich hier registrieren und sein Projekt vorstellen. Dabei müssen eine Reihe von Richtlinien eingehalten werden. Das Projektteam muss eine Finanzierungssumme nennen und auch einen Zeitraum, in dem nach Sponsoren gesucht werden soll. Wird die Summe innerhalb dieses Zeitraums nicht erreicht, dann gilt die Finanzierung (zumindest über Kickstarter) als gescheitert.

Wer kann finanzieren und wie?

Firmen und Privatpersonen können sich hier als Geldgeber anmelden und die unterschiedlichen Projekte unterstützen. Abgerechnet wird über Amazon Payments, allerdings wird das Geld nur eingezogen, wenn auch die komplette Finanzierungssumme innerhalb des Ausschreibungszeitraums zusammengekommen ist. Bei gescheiterten Projekten wird kein Geld abgebucht.

Was haben die Investoren davon?

Je nachdem, wie viel die Investoren bereit sind zu geben, bekommen sie nach der Fertigstellung des Projekts eine Entlohnung in “Naturalien”. Bei Videospielen z.B. das Spiel selbst, den Soundtrack auf CD, Artbooks, T-Shirts oder ähnliches. Einen Rechtsanspruch darauf hat man allerdings nicht, deshalb ist es auch eine Art Glücksspiel.

Was hat Kickstarter davon?

Kickstarter bekommt auch jeden Fall keine Eigentumsrechte in irgendeiner Form an diesen Projekten sonder nur 5% der Finanzierungssumme. Amazon bekommt auch noch einmal so um die 4%. Wenn man sich die Summen der Projekte einmal ansieht, dann ist das ein lukratives Geschäft.

 

Die meisten Projekte kommen aus den USA. Im Rest der Welt scheinen kleine Firmen sich wohl noch etwas zu scheuen, diese Art der Finanzierung in Anspruch zu nehmen. Dabei wäre das doch gerade für kleine Indies eine Möglichkeit, Geld für ein Projekt zu bekommen. Es reicht allerdings nicht aus, sich hier nur eintragen zu lassen und zu glauben, dass dann der Geldhahn sprudelt. Jeder der ein Projekt hier startet ist selbst dafür verantwortlich, die Werbetrommel zu rühren und Sponsoren zu überzeugen hier einzusteigen.

Ich selbst habe Obduction von Cyan und ein anderes Projekt mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Cyan hat viel Arbeit investiert und die Sponsoren fast täglich über den Fortschritt und die Projektarbeit hinter den Kulissen informiert. Über Twitter, Facebook und viele andere Medien wurde kräftig für dieses Projekt geworben und das hat sich ausgezahlt. Obduction wurde komplett finanziert und es ist sogar noch etwas mehr Geld zusammengekommen um noch zusätzliche Inhalte zu realisieren.

Wer also mal ein Videospiel mitfinanzieren möchte, kann hier bei Kickstarter mal stöbern und paar Indies unter die Arme greifen :-)

 

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